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Otfried Preußler

Anlässlich des 95. Geburtstags von Otfried Preußler wurde im alten Teil des Rosenheimer Friedhofs eine würdige Grabstelle gestaltet.

Die kleine Hexe zum Leben erweckt

„Ich bin ein Geschichtenerzähler“, sagte Otfried Preußler von sich. Davon überzeugen konnten sich jetzt im Behandlungszentrum Aschau (BZ Aschau) die Besucher der Lesung zum vierten Todestag des Schriftstellers. Seine Märchen- und Sagengestalten wurden in der „Talstation“ wieder lebendig.

Aschau – In diesem Jahr feiert das BZ Aschau seinen 100 Geburtstag und „die dumme Augustine“ (Maria Braun) wollte der segensreichen Einrichtung im Priental zu diesem Jubiläum eine Geschichte von Otfried Preußler schenken. So ganz konnte sie sich noch nicht entscheiden, denn die Vielfalt des Angebotes war zu groß und die angebotenen Geschichten waren alle so gut. Aber bis zum Tag des Jubiläums im Mai sind noch ein paar Wochen Zeit für diese Entscheidung.

Das Gymnasium Pullach wird nach Kinder- und Jugendbuchautor Otfried Preußler benannt – Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle bei Festveranstaltung

„Otfried Preußler ist ein ausgezeichneter Namensgeber für eine Schule wie das Gymnasium Pullach, die die Persönlichkeitsentwicklung in den Vordergrund stellt“, betonte Bildungsminister Dr. Ludwig Spaenle heute bei der Festveranstaltung zum neuen Namen des staatlichen Gymnasiums. Mit Blick auf das Leben und Wirken Otfried Preußlers ergänzte er: „In den Werken Otfried Preußlers – selbst Lehrer – kommt sein großes pädagogisches Verantwortungsgefühl Kindern gegenüber deutlich zum Ausdruck. Sein selbst formulierter Grundsatz ‚Liebe, Geduld und Nachsicht’ im Umgang mit jungen Menschen, die wir in ihrer Entwicklung begleiten, kann als Richtschnur für eine produktive Lernatmosphäre gelten.“

Sehr geehrter Herr Staatsminister,
liebe Frau Dr. Preußler-Bitsch,
sehr geehrte Festgäste,

Otfried Preußler wurde in einem Interview einmal gefragt, ob er einen Wahlspruch habe. Er antwortete, ohne zu zögern: „Ich lebe gern auf Gottes Welt, und ich arbeite gern. Deshalb lautet mein Wahlspruch: „Dankbar für jeden Tag.““

Ich bin sicher, dieser Wahlspruch trifft auf viele der Tage zu, an denen wir auf den heutigen Festakt hingearbeitet haben, nachdem Sie, sehr geehrter Herr Staatsminister, uns auf Antrag der schulischen Gremien den Namen Otfried-Preußler-Gymnasium Pullach verliehen haben. Arbeit wurde auf den unterschiedlichsten Ebenen geleistet, und das von der ganzen Schulfamilie, um diesen Tag, der ein weiteres Kapitel in der Geschichte unseres Hauses bedeutet, vorzubereiten. Das Ergebnis zeugt von der Freude, die, bei aller Anstrengung, dominiert hat, und deshalb ist es mir ein Anliegen, allen Beteiligten sehr, sehr herzlich zu danken: für engagiertes Eintreten, für kluge Argumentation, für Überzeugungswillen, für Leidenschaft und für die wachsende Kraft der Gemeinschaft auf dem Weg zur Namensfindung und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die künftige Gestaltung unserer Schule. Was wir in mehr als einem Jahr gemeinsam erlebt und bewegt haben, ist ein Fundament, auf dem sich trefflich aufbauen lässt.

Anlässlich des 90. Geburtstags von Otfried Preußler am 20. Oktober 2013 wurde im Namen unserer Schule ein Blumengruß auf dem Grab des Schriftstellers und seiner Frau niedergelegt (siehe Foto).

Als besonders schönen Grabschmuck kann man die herbstlich gelben Blätter des Ginkgo Biloba wahrnehmen, die eine Assoziation an das gleichnamige Gedicht Johann Wolfgang v. Goethes hervorrufen und damit bestimmt die große und liebevolle Verbundenheit von Annelies und Otfried Preußler symbolisieren sollen.

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